Aktivrente seit 1. Januar 2026: Als Rentner bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen

Eine Rentnerin nutzt die Aktivrente und arbeitet am Laptop im Büro stundenweise

Seit dem 1. Januar 2026 ist die Aktivrente in Kraft. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und freiwillig weiterarbeitet, kann künftig bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei verdienen. Was das für Rentnerinnen und Rentner bedeutet und wer die neue Regelung nutzen kann, erfahren Sie hier.

Aktivrente ist gestartet

Viele Menschen über 50 denken heute anders über den Ruhestand als früher: Manche möchten bewusst weiterarbeiten, sei es aus Freude an der Aufgabe, wegen der sozialen Kontakte oder weil Sie weiterhin über das höhere Einkommen verfügen möchten um die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern.

Genau hier setzt die neue Aktivrente an: Seit 1. Januar 2026 dürfen Rentnerinnen und Rentner, die nach Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze weiter in einem Job sozialversicherungspflichtig arbeiten, bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei dazuverdienen.

Was ist die Aktivrente und wer kann profitieren?

Die Aktivrente ist keine neue Rentenart, sondern ein Steuerbonus. Ein Teil des Arbeitslohns bleibt steuerfrei. Wichtig ist dabei: Begünstigt sind sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die die Regelaltersgrenze überschritten haben, unabhängig davon, ob bereits eine Rente bezogen wird oder ob man den Rentenstart noch aufschiebt.

Nicht unter die Aktivrente fallen unter anderem:

  • Selbstständige
  • Minijobs
  • Beamtinnen und Beamte
  • Land- und Forstwirtschaft (laut Überblick der Bundesregierung)

Das bedeutet: Wer einen klassischen Minijob ausübt, profitiert nicht von den 2.000 Euro Freibetrag. Die Aktivrente lohnt sich vor allem, wenn Sie Ihre Arbeitszeit erhöhen und in eine reguläre, sozialversicherungspflichtige Anstellung wechseln.

Steuerfrei heißt nicht „komplett ohne Abzüge“

Der große Vorteil: Bis 2.000 Euro im Monat ist der Hinzuverdienst grundsätzlich steuerfrei. Aber: Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können trotzdem anfallen. Wer mehr als 2.000 Euro verdient, zahlt Steuern auf den Betrag oberhalb dieser Grenze.

Aktivrente und Flexirente: Wo ist der Unterschied?

Der wichtigste Unterschied ist der Zeitpunkt.

Die Aktivrente ist vor allem interessant, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreicht haben. Seit dem 1. Januar 2026 können Rentnerinnen und Rentner, die danach freiwillig weiterarbeiten, bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen. Es geht also in erster Linie um einen Steuervorteil für Menschen, die regulär im Rentenalter sind und trotzdem noch arbeiten möchten.

Die Flexirente ist dagegen häufig schon vor der Regelaltersgrenze sinnvoll. Sie hilft dabei, den Übergang in den Ruhestand flexibel zu gestalten. Wer früher kürzertreten möchte, kann so besser planen, wie sich Teilzeit und ein früherer oder schrittweiser Rentenbeginn miteinander verbinden lassen.

Kurz gesagt: Die Flexirente ist oft vor der Regelaltersgrenze relevant, die Aktivrente vor allem ab der Regelaltersgrenze.

📚 Vertiefende Ratgeber: Welches Modell passt zu Ihnen?

Je nachdem, ob Sie die Regelaltersgrenze schon erreicht haben oder Ihren Ruhestand noch planen, gelten unterschiedliche Regeln. Hier finden Sie alle Details:

Kurzer Ausblick

Für viele ist das eine gute Nachricht: Wenn Sie nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten möchten, können Sie seit Jahresbeginn 2026 vom neuen Steuervorteil profitieren und sich jeden Monat mehr Netto sichern.

Wenn Sie die Details kennen möchten, lesen Sie gerne unseren Ratgeber zur Aktivrente. Wer den Übergang in den Ruhestand schon vorher planen möchte, findet im Ratgeber zur Flexirente praktische Beispiele und hilfreiche Tipps

ℹ️ Quellen & Offizielle Belege:

*Rechtlicher Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels wurden sorgfältig auf Basis der oben genannten Quellen recherchiert (Stand: Januar 2026). Für verbindliche steuerliche oder rentenrechtliche Auskünfte wenden Sie sich bitte direkt an die Deutsche Rentenversicherung oder Ihren Steuerberater.

Autor Senioren Nachrichten Constantin von Tilly
Autor von Senioren-Nachrichten.de

Über den Autor:

Constantin von Tilly ist Betriebswirt und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Themen – insbesondere rund um das Alter, Pflege und Vorsorge. Sein Wissen basiert auf fundierten Erfahrungen in der Wirtschaft, dem Gesundheitswesen und rechtlichen Zusammenhängen. Auch persönliche Pflegeerfahrungen im familiären Umfeld fließen in seine Ratgeber ein.

Geboren an der Ostsee, über Stationen in Hamburg und Braunschweig, lebt er heute mit seiner Familie und einem lebhaften Hund in Leipzig. Mit viel Empathie und technischer Affinität schreibt er praxisnahe Inhalte für die Generation 50+.

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