Die Saison der Zecken beginnt: Die Risikogebiete 2026 & praktische Tipps zum Schutz für Mensch und Tier

Ein älteres Paar spaziert im Wald mit passender heller Kleidung
Inhaltsverzeichnis

Die Natur im Frühling und Sommer lädt auch in diesem Jahr wieder zu ausgedehnten Spaziergängen oder zur Pflege des eigenen Gartens ein. Mit den wärmeren Tagen beginnt jedoch auch die Zeit der kleinen Spinnentiere. Ein frühzeitiger und verlässlicher Schutz vor Zecken ist daher ein wichtiges Thema für alle Naturfreunde, Gartenbesitzer und Haushalte mit Tieren.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat passend dazu die offiziellen Zeckenrisikogebiete für Deutschland 2026 aktualisiert. Ein bewusster Blick auf diese neuen Risikogebiete 2026 gibt Ihnen und Ihren Angehörigen eine wertvolle Orientierung. So erfahren Sie genau, in welchen Regionen eine besondere Aufmerksamkeit gefragt ist.

Auf Ausflüge in die Natur muss natürlich niemand verzichten. Wir zeigen Ihnen verständlich die Unterschiede zwischen FSME und Borreliose. Zudem erfahren Sie alles Wichtige über eine mögliche Impfung sowie praktische Maßnahmen für eine unbeschwerte Zeit in der Natur.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeckensaison 2026: Die kleinen Spinnentiere lauern nicht nur im Wald. Sie sind auch in heimischen Gärten, Parks und Wiesen aktiv.
  • Aktuelle Lage: Es gibt derzeit 185 ausgewiesene FSME Risikogebiete in Deutschland. Neu hinzugekommen sind Nordsachsen und Halle (Saale).
  • Wichtiger Unterschied: Eine Impfung kann vor FSME schützen. Sie bietet jedoch keinen Schutz vor der bakteriellen Borreliose.
  • Schutz im Alltag: Helle Kleidung, geschlossene Schuhe und das sorgfältige Absuchen des Körpers nach dem Aufenthalt im Freien sind die besten Begleiter.
  • Haustiere mitdenken: Hunde und Katzen benötigen ebenfalls Schutz. Holen Sie vor der Anwendung von Präparaten stets tierärztlichen Rat ein.
  • Medizinische Abklärung: Zögern Sie bei Unsicherheiten oder ungewöhnlichen Hautreaktionen nach einem Stich nicht, ärztlichen Rat einzuholen.
Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zur Orientierung. Er ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Zeckensaison 2026: Warum Schutz jetzt wieder wichtig wird

Die Temperaturen steigen und die Natur lädt wieder zu Aktivitäten im Freien ein. Mit milder Witterung werden auch Zecken aktiver. Fachstellen weisen darauf hin, dass Zecken nicht nur im Sommer, sondern bei passenden Temperaturen auch über längere Zeiträume im Jahr aktiv sein können. Ein vorausschauender Schutz ist deshalb kein Grund zur Sorge, sondern ein Zeichen guter Vorsorge für Frühling, Sommer und Herbst.

Zecken lauern nicht nur im Wald

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Zecken nur in tiefen Wäldern vorkommen oder von Bäumen fallen. Tatsächlich sitzen sie meist in niedriger Vegetation, etwa auf Grashalmen, Farnen oder im Unterholz. Dort warten sie darauf, im Vorbeigehen abgestreift zu werden.

Die Aufmerksamkeit sollte daher nicht erst bei einer Wanderung im Wald beginnen. Auch beim Besuch auf dem Friedhof, bei der Pflege der Blumenbeete, beim Spaziergang durch den Stadtpark, auf Liegewiesen oder beim Campingurlaub kann Zeckenschutz sinnvoll sein.

Warum das Thema für Menschen ab 50 besonders relevant ist

Ein Zeckenstich muss nicht dramatisiert werden. Trotzdem ist Aufmerksamkeit in reiferen Jahren sinnvoll. Schwere FSME-Verläufe betreffen häufiger Erwachsene, insbesondere ältere Menschen.

Deshalb kann es hilfreich sein, den eigenen Impfpass zu prüfen und die aktuellen Risikogebiete zu kennen.

Es geht nicht um Verzicht, sondern um einfache Routinen. Wer nach Aufenthalten im Grünen seine Kleidung und den Körper kontrolliert, den Impfstatus bei Bedarf ärztlich besprechen lässt und Zecken möglichst rasch entfernen lässt, kann die Zeit draußen entspannter genießen.

Auch Hund und Katze gehören zur Zeckenvorsorge

Wer mit Haustieren lebt, sollte Zeckenschutz breiter denken. Hunde und Katzen streifen oft durch hohes Gras, Gebüsch oder Gärten und können Zecken im Fell mit nach Hause bringen. Dort können die Tiere unbemerkt weiterkrabbeln.

Ein ganzheitlicher Zeckenschutz betrachtet deshalb Mensch und Tier gemeinsam. Wenn Hund oder Katze nach Aufenthalten im Grünen regelmäßig kontrolliert werden, schützt das auch das häusliche Umfeld.

Worauf bei der tierischen Vorsorge besonders zu achten ist, wird später im Beitrag erklärt.

FSME Risikogebiete 2026: Was aktuell wichtig ist

Die Ausbreitung von Zecken und den von ihnen übertragenen Erregern wird von offiziellen Stellen regelmäßig ausgewertet. Für die Vorbereitung auf Aufenthalte im Freien bietet das Robert Koch Institut eine verlässliche Orientierung. Ein Blick auf die aktuellen Einstufungen hilft dabei, das eigene Umfeld oder anstehende Reiseziele besser einzuschätzen.

 

Offizielle RKI-Karte und Liste der FSME-Risikogebiete 2026

Deutschlandweite Gesamtübersicht

RKI FSME Risikogebiete Deutschland 2026 Gesamtansicht

Betroffene Kreise nach Bundesland prüfen

Bayern (95 von 96 Kreisen) +

Fast ganz Bayern ist Risikogebiet. Nur der SK Schweinfurt ist ausgenommen.

  • LK Aichach-Friedberg
  • LK Altötting
  • SK Amberg
  • LK Amberg-Sulzbach
  • SK Ansbach
  • LK Ansbach
  • SK Aschaffenburg
  • LK Aschaffenburg
  • SK Augsburg
  • LK Augsburg
  • LK Bad Kissingen
  • LK Bad Tölz-Wolfratshausen
  • SK Bamberg
  • LK Bamberg
  • SK Bayreuth
  • LK Bayreuth
  • LK Berchtesgadener Land
  • LK Cham
  • SK Coburg
  • LK Coburg
  • LK Dachau
  • LK Deggendorf
  • LK Dillingen a.d. Donau
  • LK Dingolfing-Landau
  • LK Donau-Ries
  • LK Ebersberg
  • LK Eichstätt
  • LK Erding
  • SK Erlangen
  • LK Erlangen-Höchstadt
  • LK Forchheim
  • LK Freising
  • LK Freyung-Grafenau
  • LK Fürstenfeldbruck
  • SK Fürth
  • LK Fürth
  • LK Garmisch-Partenkirchen
  • LK Günzburg
  • LK Haßberge
  • SK Hof
  • LK Hof
  • SK Ingolstadt
  • SK Kaufbeuren
  • LK Kelheim
  • SK Kempten
  • LK Kitzingen
  • LK Kronach
  • LK Kulmbach
  • LK Landsberg a. Lech
  • SK Landshut
  • LK Landshut
  • LK Lichtenfels
  • LK Lindau
  • LK Main-Spessart
  • SK Memmingen
  • LK Miesbach
  • LK Miltenberg
  • LK Mühldorf a. Inn
  • LK München
  • SK München
  • LK Neuburg-Schrobenhausen
  • LK Neumarkt i.d. OPf.
  • LK Neustadt a.d. Waldnaab
  • LK Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim
  • LK Neu-Ulm
  • SK Nürnberg
  • LK Nürnberger Land
  • LK Oberallgäu
  • LK Ostallgäu
  • SK Passau
  • LK Passau
  • LK Pfaffenhofen a.d. Ilm
  • LK Regen
  • SK Regensburg
  • LK Regensburg
  • LK Rhön-Grabfeld
  • SK Rosenheim
  • LK Rosenheim
  • LK Roth
  • LK Rottal-Inn
  • SK Schwabach
  • LK Schwandorf
  • LK Schweinfurt
  • LK Starnberg
  • SK Straubing
  • LK Straubing-Bogen
  • LK Tirschenreuth
  • LK Traunstein
  • LK Unterallgäu
  • SK Weiden i.d. OPf.
  • LK Weilheim-Schongau
  • LK Weißenburg-Gunzenhausen
  • LK Wunsiedel i. Fichtelgebirge
  • SK Würzburg
  • LK Würzburg
Baden-Württemberg (43 von 44 Kreisen) +

In Baden-Württemberg ist nur der SK Heilbronn kein Risikogebiet.

  • LK Alb-Donau-Kreis
  • SK Baden-Baden
  • LK Biberach
  • LK Böblingen
  • LK Bodenseekreis
  • LK Breisgau-Hochschwarzwald
  • LK Calw
  • LK Emmendingen
  • LK Enzkreis
  • LK Esslingen
  • SK Freiburg i. Breisgau
  • LK Freudenstadt
  • LK Göppingen
  • SK Heidelberg
  • LK Heidenheim
  • LK Heilbronn
  • LK Hohenlohekreis
  • SK Karlsruhe
  • LK Karlsruhe
  • LK Konstanz
  • LK Lörrach
  • LK Ludwigsburg
  • LK Main-Tauber-Kreis
  • SK Mannheim
  • LK Neckar-Odenwald-Kreis
  • LK Ortenaukreis
  • LK Ostalbkreis
  • SK Pforzheim
  • LK Rastatt
  • LK Ravensburg
  • LK Rems-Murr-Kreis
  • LK Reutlingen
  • LK Rhein-Neckar-Kreis
  • LK Rottweil
  • LK Schwäbisch Hall
  • LK Schwarzwald-Baar-Kreis
  • LK Sigmaringen
  • SK Stuttgart
  • LK Tübingen
  • LK Tuttlingen
  • SK Ulm
  • LK Waldshut
  • LK Zollernalbkreis
Sachsen (11 von 13 Kreisen) +

Neu 2026: LK Nordsachsen. Ausgenommen sind nur SK und LK Leipzig.

  • LK Bautzen
  • SK Chemnitz
  • SK Dresden
  • LK Erzgebirgskreis
  • LK Görlitz
  • LK Meißen
  • LK Mittelsachsen
  • LK Nordsachsen (Neu)
  • LK Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
  • LK Vogtlandkreis
  • LK Zwickau
Thüringen (13 Kreise) +
  • LK Altenburger Land
  • SK Gera
  • LK Greiz
  • LK Hildburghausen
  • LK Ilm-Kreis
  • SK Jena
  • LK Saale-Holzland-Kreis
  • LK Saale-Orla-Kreis
  • LK Saalfeld-Rudolstadt
  • LK Schmalkalden-Meiningen
  • LK Sonneberg
  • SK Suhl
  • LK Weimarer Land
Hessen (10 Kreise) +
  • LK Bergstraße
  • SK Darmstadt
  • LK Darmstadt-Dieburg
  • LK Fulda
  • LK Groß-Gerau
  • LK Main-Kinzig-Kreis
  • LK Marburg-Biedenkopf
  • LK Odenwaldkreis
  • SK Offenbach
  • LK Offenbach
Brandenburg (5 Kreise) +
  • LK Elbe-Elster
  • SK Frankfurt (Oder)
  • LK Oberspreewald-Lausitz
  • LK Oder-Spree
  • LK Spree-Neiße
Sachsen-Anhalt (3 Kreise) +

Neu 2026: SK Halle (Saale).

  • LK Anhalt-Bitterfeld
  • SK Dessau-Roßlau
  • SK Halle (Saale) (Neu)
Weitere betroffene Bundesländer +
  • Niedersachsen: LK Celle, LK Emsland
  • Nordrhein-Westfalen: SK Solingen
  • Rheinland-Pfalz: LK Birkenfeld
  • Saarland: LK Saarpfalz-Kreis

Hinweis: In Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind aktuell keine Risikogebiete ausgewiesen.

Legende

  • Neu 2026: LK Nordsachsen (SN), SK Halle/Saale (ST).
  • Ein Kreis gilt als Risikogebiet, wenn die Fallzahl signifikant über der Erwartung liegt.
Quelle: Robert Koch-Institut (RKI), Epidemiologisches Bulletin 9/2026.
Zur offiziellen Themenseite des RKI →

185 Risikogebiete in Deutschland

Für das Jahr 2026 weist das RKI deutschlandweit 185 FSME Risikogebiete aus. Neu aufgenommen wurden der Landkreis Nordsachsen und der Stadtkreis Halle (Saale). Die Einstufung beruht auf Meldedaten und wird regelmäßig überprüft. Sie zeigt, dass sich die Bewertung einzelner Regionen verändern kann.

Besonders betroffene Regionen

Zu den bekannten Schwerpunkten zählen vor allem Bayern, Baden Württemberg, Südhessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen, das südöstliche Brandenburg und das östliche Sachsen Anhalt. Einzelne Risikogebiete befinden sich außerdem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein Westfalen.

Wer in diesen Regionen lebt oder dorthin reist, sollte vor allem den eigenen Impfstatus und geplante Aktivitäten im Grünen prüfen. Das gilt etwa für Gartenarbeit, Camping, Wandern, Kuraufenthalte oder Spaziergänge mit Hund.

Warum auch außerhalb von Risikogebieten Vorsicht sinnvoll bleibt

Die Ausweisung als FSME Risikogebiet ist vor allem für die Einschätzung des FSME Risikos und die Impfempfehlung wichtig. Grundlegender Zeckenschutz bleibt jedoch auch außerhalb dieser Gebiete sinnvoll. Borreliose kann grundsätzlich in ganz Deutschland vorkommen.

Deshalb sind angepasste Kleidung und das Absuchen nach Aufenthalten im Grünen auch in Regionen ohne offizielles FSME Risikogebiet eine gute Routine.

Vor Urlaub und längeren Aufenthalten prüfen

Es ist empfehlenswert, vor Reisen, Campingausflügen, Wanderurlauben oder längeren Gartenaufenthalten in anderen Regionen die aktuelle RKI-Karte online zu prüfen. So können Sie sich und Ihre Familie rechtzeitig informieren.

FSME und Borreliose: Der wichtigste Unterschied einfach erklärt

Wenn in den Medien über Zecken berichtet wird, fallen meist zwei Begriffe: FSME und Borreliose. Für die Vorsorge im Alltag ist es hilfreich, den grundlegenden Unterschied zu kennen.

Beide Erkrankungen können durch Zecken übertragen werden, werden aber von unterschiedlichen Erregern ausgelöst.

FSME wird durch Viren ausgelöst

Die Abkürzung FSME steht für Frühsommer Meningoenzephalitis. Dabei handelt es sich um eine virale Erkrankung. Das FSME Virus kann beim Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden.

Gegen FSME gibt es keine ursächliche Behandlung, die das Virus selbst bekämpft. Behandelt werden können vor allem die Krankheitszeichen. Gleichzeitig gibt es eine Schutzimpfung gegen FSME. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vor allem vom Wohnort, von Reisezielen und von der persönlichen Freizeitgestaltung ab. Dazu kann die Hausarztpraxis beraten. Zusätzliche Informationen vom RKI zur FSME gibt es hier.

Borreliose wird durch Bakterien ausgelöst

Borreliose, genauer Lyme Borreliose, ist dagegen eine bakterielle Infektion. Die Erreger werden ebenfalls durch Zecken übertragen. Nach Angaben des RKI muss eine Zecke in der Regel längere Zeit, zumindest mehrere Stunden, saugen, damit Borrelien übertragen werden können.

Deshalb kann eine möglichst frühe Entfernung der Zecke das Risiko einer Übertragung verringern.

Gegen Borreliose gibt es für Menschen in Europa derzeit keine Schutzimpfung. Eine ärztlich festgestellte Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. (Quelle: RKI – Lyme Borreliose)

Wichtig bleibt: Die FSME Impfung schützt nicht vor Borreliose. Deshalb sind Kleidung, Aufmerksamkeit und das Absuchen nach Aufenthalten im Grünen auch für geimpfte Menschen sinnvoll. (Quelle: Infektionsschutz.de

Ein Zeckenstich bedeutet nicht automatisch Krankheit

Ein Zeckenstich ist kein Grund zur Panik. Nicht jede Zecke trägt Krankheitserreger in sich, und nicht jeder Stich führt zu einer Infektion. Sinnvoll ist ein aufmerksamer, aber unaufgeregter Umgang mit Aufenthalten im Grünen.

Wer unsicher ist, Fragen nach einem Zeckenstich hat oder Beschwerden einordnen lassen möchte, sollte ärztlichen Rat einholen. So bleibt der Artikel hilfreich, ohne eine medizinische Selbstdiagnose zu ersetzen.

Wichtiger Hinweis: FSME und Borreliose nicht verwechseln

Die FSME-Impfung schützt ausschließlich vor dem FSME-Virus. Sie bietet keinen Schutz vor einer bakteriellen Borreliose.

Da Borreliose-Bakterien im Gegensatz zu FSME-Viren in ganz Deutschland vorkommen können, bleiben allgemeine Schutzmaßnahmen wie geschlossene Kleidung und das sorgfältige Absuchen des Körpers auch für geimpfte Personen ein wichtiger Begleiter im Alltag.

Schutz im Alltag: Garten, Spaziergang und Urlaub

Frau pflanzt im Garten Blumen ein und träckz lange Kleidung zum Schutz vor Zecken bei der Gartenarbeit

Die beste Vorsorge beginnt lange vor einem möglichen Zeckenstich. Mit einfachen Gewohnheiten lässt sich das Risiko verringern, dass sich eine Zecke anhaftet. Dabei ist es unerheblich, ob die Zeit im eigenen Garten, im Stadtpark oder während einer längeren Reise verbracht wird.

Zeckenschutz im eigenen Garten

Der eigene Garten ist ein Ort der Entspannung, kann aber auch kleinen Spinnentieren einen Lebensraum bieten. Praktische Handgriffe können hier helfen. Wer den Rasen regelmäßig kurz hält und Laubhaufen sowie hohes Gras in Randbereichen reduziert, macht den Garten weniger attraktiv für Zecken.

Bei Gartenarbeit, besonders in Bodennähe oder an Sträuchern, sind geschlossene Schuhe und lange Kleidung sinnvoll. Nach der Arbeit im Grünen sollte eine aufmerksame Kontrolle des Körpers zur Routine werden.

Schutz beim Spaziergang und Wandern

Wer in der Natur unterwegs ist, kann es Zecken durch passende Kleidung schwerer machen. Helle Kleidung bietet den Vorteil, dass die kleinen, dunklen Tiere schneller entdeckt und entfernt werden können, bevor sie die Haut erreichen. Lange Hosen und feste Schuhe bieten zusätzlichen Schutz.

Auch die Wahl der Wege spielt eine Rolle. Wenn Sie auf befestigten Wegen bleiben und hohes Gras sowie dichtes Unterholz möglichst meiden, können Sie das Risiko eines direkten Kontakts senken. Infektionsschutz.de empfiehlt zusätzlich zur Impfung allgemeine Schutzmaßnahmen wie geschlossene Kleidung in der Natur.

Schutz im Urlaub

Vor Reisebeginn lohnt sich ein Blick auf die aktuellen FSME Risikogebiete. Das gilt für Urlaub in Deutschland ebenso wie für Aufenthalte im Ausland, besonders bei Camping, Wandern, Kuraufenthalten oder Reisen mit Hund.

Wer regelmäßig in ausgewiesenen FSME Gebieten unterwegs ist oder dort viel Zeit in der Natur verbringt, kann vorab eine ärztliche Impfberatung in der Hausarztpraxis in Anspruch nehmen. So lässt sich der Urlaub gut vorbereitet planen.

Zeckenschutzmittel vorsichtig einordnen

Sogenannte Repellentien, also Zeckenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut, können unterstützend wirken. Sie ersetzen jedoch nicht die passende Kleidung oder das Absuchen nach Aufenthalten im Grünen. Auch Infektionsschutz.de beschreibt zeckenabweisende Mittel als zusätzlichen Schutz.

Auch Unabhängige Verbraucherinformationen weisen darauf hin, dass Wirkstoffe wie DEET oder Icaridin unterschiedlich lange wirken können. Manche Mittel können bei sensiblen Personen zudem Haut, Augen oder Schleimhäute reizen. Deshalb ist es sinnvoll, Herstellerhinweise genau zu lesen und solche Präparate bewusst anzuwenden. 

Kompakte Checkliste: Gut geschützt durch den Alltag

🧑 Für Menschen

  • Vorher: Helle Kleidung wählen, Hosenbeine in die Socken stecken, feste Schuhe anziehen.
  • Währenddessen: Möglichst auf festen Wegen bleiben, hohes Gras meiden.
  • Danach: Körper gründlich absuchen (besonders Kniekehlen, Achseln, Haaransatz und Bauchnabel).

🐕 Für Hunde

  • Vorher: Tierärztlich empfohlenen Zeckenschutz anwenden (Spot-On, Halsband oder Tablette).
  • Währenddessen: Starke Unterholz-Ausflüge an Risikotagen reduzieren.
  • Danach: Fell direkt nach dem Spaziergang ausbürsten und abtasten (besonders Ohren, Hals und Zehenzwischenräume).

🐈 Für Katzen (Freigänger)

  • Vorher: Nur speziell für Katzen zugelassene Präparate verwenden (tierärztlicher Rat ist hier essenziell).
  • Achtung: Keine Hundemittel auftragen! Bestimmte Wirkstoffe sind für Katzen gefährlich.
  • Danach: Beim Schmusen und Kraulen auf Knötchen im Fell achten und festgesaugte Zecken zügig entfernen.

Hunde und Katzen: Zeckenschutz für Haustiere sicher planen

Das Bild zeigt einen kleinen Hund, der von einem Menschen nach Zecken abgesucht wird

Wer sein Leben mit einem Haustier teilt, sollte die Zeckenvorsorge stets etwas breiter denken. Hunde und Katzen streifen durch Gras, Gebüsch, Garten und Parkflächen. Dabei können sie leichter mit Zecken in Kontakt kommen.

Ein ganzheitlicher Zeckenschutz bezieht deshalb auch immer die Haustiere mit ein.

Warum Haustiere Zecken mit nach Hause bringen können

Besonders für Menschen, die viel Zeit im eigenen Garten verbringen oder regelmäßig spazieren gehen, ist dieser Aspekt wichtig: Hunde und Freigängerkatzen können nach ihren Ausflügen in der Natur  Zecken zunächst lose in ihrem Fell sitzen haben und so unbemerkt in die Wohnräume tragen.

Dort besteht die Möglichkeit, dass sie weiterkrabbeln oder auf den Menschen übergehen.

Eine gute Vorsorge beim Tier kann daher auch das häusliche Umfeld mit schützen. Die Vereinigung von Veterinärparasitologen ESCCAP beschreibt Zecken als Parasiten, die Hunde, Katzen und auch Menschen befallen können. 

Hunde regelmäßig absuchen

Eine einfache und hilfreiche Routine ist das regelmäßige Absuchen des Hundes nach Aufenthalten im Grünen. Als allgemeine Orientierung eignen sich Körperstellen, an denen Zecken leicht übersehen werden: Kopfbereich, Ohren, Hals, Bauch, Innenseiten der Beine und Zwischenräume an den Pfoten.

Sollten Fragen zur richtigen Technik oder zu geeigneten Hilfsmitteln bestehen, ist die Tierarztpraxis eine gute Anlaufstelle.

Bei Katzen besonders vorsichtig sein

In Haushalten mit Katzen ist bei der Wahl von Zeckenschutzmitteln besondere Vorsicht geboten. Präparate für Hunde dürfen nicht automatisch bei Katzen verwendet werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt 2026 ausdrücklich vor permethrinhaltigen Zeckenschutzmitteln bei Katzen. Während Hunde Permethrin in der Regel gut vertragen, kann der Wirkstoff bei Katzen zu schweren Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod führen. ( Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz & Lebensmittelsicherheit)

Das gilt besonders in Haushalten, in denen Hund und Katze zusammenleben. Mittel sollten getrennt gelagert, nicht verwechselt und nur für die jeweils zugelassene Tierart angewendet werden.

Tierärztlicher Rat statt Selbstversuch

Um Risiken zu verringern, sollten Präparate für Hunde und Katzen niemals verwechselt werden. Die Auswahl des passenden Schutzes, etwa Spot-On, Halsband oder Tablette, hängt von vielen Faktoren ab: Alter, Gewicht, Gesundheitszustand, Freigang, Reisepläne und Kontakt zu anderen Tieren.

Bei Unsicherheit bietet eine individuelle tierärztliche Beratung die sicherste Orientierung. Das ist besonders wichtig bei Katzen, älteren Tieren, chronisch kranken Tieren oder Haushalten mit mehreren Haustieren.

Wichtige Tier-Warnbox: Gefahren im Mehr-Tier-Haushalt

Zeckenschutzmittel für Hunde dürfen niemals bei Katzen angewendet werden!

  • Hundepräparate (insbesondere mit Permethrin) sind für Katzen giftig und können lebensgefährlich sein.
  • 🔍 Prüfen Sie stets die Packungsbeilage und lagern Sie Präparate für verschiedene Tierarten streng getrennt.
  • 🩺 Holen Sie bei Fragen zur Anwendung oder bei versehentlichem Kontakt sofort tierärztlichen Rat ein.

Zecke richtig entfernen: Allgemeine Orientierung ohne Selbstdiagnose

Sobald nach einem Aufenthalt in der Natur eine Zecke an der Haut oder am Haustier entdeckt wird, ist vor allem ruhiges Handeln gefragt. Die möglichst zeitnahe und sachgemäße Entfernung ist ein wichtiger praktischer Schritt der Vorsorge.

Dieser Abschnitt bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung.

Warum eine Zecke möglichst zeitnah entfernt werden sollte

Bestimmte Erreger, zum Beispiel Borrelien, befinden sich im Darm der Zecke. Nach Angaben des RKI muss eine Zecke in der Regel längere Zeit, zumindest mehrere Stunden, saugen, bevor Borrelien übertragen werden können. Eine frühe Entfernung kann daher das Risiko einer Übertragung verringern. 

Geeignete Hilfsmittel nutzen

Für die Entfernung können spezielle Hilfsmittel aus Apotheke oder Drogeriemarkt verwendet werden, etwa eine Zeckenzange, eine Zeckenkarte oder eine sehr feine Pinzette. Wichtig ist, die Zecke möglichst nah an der Hautoberfläche zu greifen und kontrolliert zu entfernen. 

Ein starkes Drehen, Ruckeln oder Quetschen sollte beim Entfernen der Zecke allerdings vermieden werden. Keine Experimente mit Öl, Klebstoff oder Hausmitteln

Es hält sich teilweise noch der veraltete Ratschlag, Zecken vor dem Entfernen mit Öl, Nagellack oder Klebstoff zu bestreichen. Darauf sollte verzichtet werden.

Das RKI warnt ausdrücklich davor, Zecken vor dem Entfernen mit Öl oder Klebstoff zu beträufeln, weil dies das Tier unnötig reizen kann. Auch andere Hausmittel sind nicht sinnvoll. Sie können die Entfernung verzögern und Unsicherheit schaffen.

Bei Unsicherheit Rat einholen

Wer sich unsicher fühlt, die Zecke nicht gut greifen kann oder den Eindruck hat, dass Reste in der Haut verblieben sind, sollte sich nicht scheuen, die Hausarztpraxis zu kontaktieren. Das ist besonders hilfreich, wenn Menschen allein leben oder Angehörige die Situation nicht sicher einschätzen können.

Bei Haustieren gilt entsprechend: Befindet sich eine Zecke an einer empfindlichen Stelle, lässt sie sich schwer entfernen oder besteht Unsicherheit, kann die Tierarztpraxis weiterhelfen.

Dieser Beitrag ersetzt keine Beratung

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel bietet ausschließlich allgemeine Informationen zur ersten Orientierung. Er ersetzt keine medizinische oder tiermedizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Stellen Sie keine Selbstdiagnosen. Bei konkreten gesundheitlichen Fragen, Beschwerden oder Unsicherheiten holen Sie bitte fachlichen Rat in Ihrer ärztlichen oder tierärztlichen Praxis ein.

FSME Impfung 2026: Für wen sie empfohlen wird

Die FSME Impfung ist ein wichtiger Baustein der Vorsorge gegen Frühsommer Meningoenzephalitis. Da FSME-Viren beim Zeckenstich übertragen werden können und es keine ursächliche Behandlung gegen das Virus selbst gibt, spielt die Impfung vor allem vor einem möglichen Kontakt mit infizierten Zecken eine Rolle. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von Wohnort, Reisezielen und Aktivitäten im Grünen ab.

STIKO Empfehlung verständlich erklärt

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME Impfung für Personen, die in FSME Risikogebieten gegenüber Zecken exponiert sind. Gemeint sind Menschen, die dort wohnen oder sich dort aufhalten und mit Zecken in Kontakt kommen können. Zur Impfempfehlung der STIKO (Stand:26.02.2026) hier.

Das kann bei alltäglichen Aktivitäten wie Spazierengehen, Camping, Radfahren, Gartenarbeit oder Waldaufenthalten der Fall sein. 

Auch Reisen mit möglicher Zeckenexposition in FSME Risikogebiete außerhalb Deutschlands können relevant sein.

Vor solchen Reisen kann eine reisemedizinische Beratung sinnvoll sein.

Warum der Impfpass jetzt wichtig sein kann

Zu Beginn der Zeckensaison kann ein kurzer Blick in den eigenen Impfpass hilfreich sein. Wer unsicher ist, ob ein bestehender Schutz noch ausreicht, ob eine Auffrischung ansteht oder ob eine Grundimmunisierung vor anstehenden Reisen ratsam ist, sollte das Gespräch mit der Hausarztpraxis suchen.

Eine ärztliche Beratung hilft dabei, die persönliche Situation in Ruhe zu besprechen. Dabei können Wohnort, geplante Reisen, Vorerkrankungen, Medikamente und die Häufigkeit von Aufenthalten im Grünen berücksichtigt werden.

Menschenschutz und Tierschutz getrennt betrachten

In diesem Abschnitt geht es um die FSME Impfung für Menschen. Für Hunde und Katzen gelten eigene tiermedizinische Empfehlungen und Präparate zur Abwehr von Parasiten. Wenn Haustiere geschützt werden sollen, ist die Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Wichtig bleibt außerdem: Die FSME Impfung schützt vor FSME, aber nicht vor Borreliose. Kleidung, Absuchen nach Aufenthalten im Grünen und sichere Zeckenvorsorge bei Haustieren bleiben deshalb weiterhin sinnvoll.

Vorsorge-Check: Ihr Impfstatus

  • 1. Wohnort prüfen: Leben Sie in einem aktuellen FSME-Risikogebiet?
  • 2. Urlaub planen: Reisen Sie 2026 in ein deutsches oder europäisches Risikogebiet?
  • 3. Impfpass suchen: Prüfen Sie Ihre Unterlagen auf bestehende FSME-Impfungen.
  • 4. Ärztlich beraten lassen: Besprechen Sie Ihren Status rechtzeitig vor der Freiluftsaison in Ihrer Arztpraxis.

Unsicher nach einem Zeckenstich? Warum fachlicher Rat Sicherheit geben kann

Trotz guter Vorsorge kann es vorkommen, dass eine Zecke zusticht. Häufig bleibt ein Zeckenstich ohne gesundheitliche Folgen. Dennoch ist es völlig nachvollziehbar, wenn nach einem Stich, einer schwierigen Entfernung oder bei ungewohnten Beobachtungen Unsicherheit entsteht.

In solchen Momenten muss niemand allein entscheiden. Fachlicher Rat kann helfen, die persönliche Situation ruhig und sachlich einzuordnen.

Keine Selbstdiagnose anhand einzelner Anzeichen

Das Internet bietet viele Informationen, Bilder und Erfahrungsberichte zu Zeckenstichen. Für eine medizinische Einschätzung ist das jedoch oft wenig hilfreich. Jeder Körper reagiert unterschiedlich, und nicht jede Hautveränderung hat dieselbe Ursache.

Deshalb ist es sinnvoll, auf Selbstdiagnosen zu verzichten. Ärztinnen und Ärzte können die persönliche Situation, mögliche Vorerkrankungen, Medikamente und den Verlauf besser einordnen.

Ärztlicher Rat bei Fragen oder Unsicherheit

Die Hausarztpraxis ist eine geeignete Anlaufstelle, wenn nach einem Zeckenstich Fragen offenbleiben. Das gilt besonders, wenn die Zecke nicht vollständig entfernt werden konnte, die Einstichstelle sich entzündet oder in den Tagen und Wochen danach Beschwerden auftreten.

Offizielle Informationen empfehlen ärztlichen Rat unter anderem bei einer ringförmigen Rötung um die Einstichstelle, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen oder Abgeschlagenheit nach einem Zeckenstich. Diese Hinweise ersetzen keine Diagnose, können aber helfen, rechtzeitig fachliche Unterstützung einzuholen.

Auch pflegende Angehörige sollten solche Situationen nicht allein bewerten müssen. Eine kurze Rückfrage in der Praxis kann entlasten und Klarheit schaffen.

Tierärztlicher Rat bei Hund und Katze

Auch bei Haustieren ist Aufmerksamkeit sinnvoll. Hunde und Katzen können Zecken aus Garten, Wiese, Park oder Urlaubsumgebung mitbringen. Wenn eine Zecke schwer zu entfernen ist, sich an einer empfindlichen Stelle befindet oder das Tier nach einem Zeckenbefall auffällig verändert wirkt, ist die Tierarztpraxis die passende Anlaufstelle.

Das gilt besonders, wenn Hund oder Katze ungewöhnlich matt erscheinen, Lahmheit zeigen oder die Hautstelle stark gereizt wirkt. Eine tierärztliche Einschätzung ist auch sinnvoll, wenn Unsicherheit zu geeigneten Zeckenschutzmitteln besteht.

📞 Wichtige Anlaufstellen bei Unsicherheit

Für Menschen

  • 🏥 Hausarztpraxis: Ihr erster Ansprechpartner bei Fragen, Hautreaktionen oder Beschwerden.
  • 🌙 Bereitschaftsdienst (116117): Für dringende medizinische Fragen am Wochenende oder außerhalb der regulären Sprechzeiten.

Für Haustiere

  • 🐾 Tierarztpraxis: Bei Verhaltensänderungen des Tieres, Fieber oder Problemen bei der Zeckenentfernung.
  • 🚨 Tierärztlicher Notdienst: Informieren Sie sich vorab über die regionalen Notfallnummern für Wochenenden.

FAQ zur Zeckensaison 2026

Wann beginnt und endet die Zeckensaison? +
Zecken orientieren sich nicht an bestimmten Kalendermonaten, sondern an den Temperaturen. Sobald es an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen milder wird (etwa ab 7 Grad Celsius), erwachen die Spinnentiere aus ihrer Winterruhe. Die Hochsaison liegt meist zwischen Frühling und spätem Herbst. Bei milden Wintern können Zecken jedoch auch ganzjährig aktiv sein.
Lauern Zecken eigentlich nur im Wald? +
Nein, das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Zecken fallen auch nicht von Bäumen. Sie halten sich meist in Knie- bis Hüfthöhe (bis ca. 1,50 Meter) an Grashalmen, Farnen oder im Gebüsch auf. Deshalb können sie ebenso gut im eigenen Garten, in Stadtparks, auf Friedhöfen oder auf der Liegewiese im Schwimmbad vorkommen.
Welche Regionen wurden 2026 neu als FSME-Risikogebiete eingestuft? +
Die Liste der ausgewiesenen Gebiete ändert sich regelmäßig auf Basis neuer Daten. Im Jahr 2026 hat das zuständige Robert Koch-Institut zwei neue Regionen in die Liste der insgesamt 185 FSME-Risikogebiete aufgenommen: den Landkreis Nordsachsen in Sachsen sowie den Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt.
Können Hunde und Katzen Zecken in die Wohnung bringen? +
Ja, das ist sehr gut möglich. Wenn Hunde und Freigängerkatzen durch die Natur streifen, können sich Zecken im Fell verfangen, ohne sofort zuzustechen. Diese losen Zecken können dann in der Wohnung vom Tier abfallen und sich im häuslichen Umfeld auf die Suche nach einem Wirt machen. Ein regelmäßiges Absuchen der Tiere nach dem Spaziergang ist daher sehr empfehlenswert.
Darf ich Zeckenschutzmittel für Hunde auch bei meiner Katze anwenden? +
Auf keinen Fall. Viele gängige Zeckenschutzmittel für Hunde enthalten Wirkstoffe wie Permethrin. Während Hunde diesen Stoff in der Regel gut vertragen, fehlt Katzen ein wichtiges Enzym zum Abbau. Die Anwendung von Hunde-Präparaten bei Katzen ist hochgradig giftig und lebensgefährlich. Nutzen Sie daher ausschließlich speziell für Katzen zugelassene Mittel.

Offizielle Quellen zur Zeckensaison

Rechtlicher Haftungsausschluss

Dieser Ratgeber wurde mit größter Sorgfalt für das Jahr 2026 erstellt. Er dient ausschließlich der allgemeinen Information zur ersten Orientierung und ersetzt keinesfalls eine individuelle, rechtsverbindliche oder medizinische Beratung. Trotz sorgfältiger Prüfung der verlinkten Texte und Quellen kann für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität keine Haftung übernommen werden. Alle medizinischen Entscheidungen, Impffragen sowie die Auswahl und Anwendung von Tierarzneimitteln sollten stets individuell und persönlich mit Fachpersonen (Ihrer Hausarzt- oder Tierarztpraxis) besprochen werden.

Inhaltsverzeichnis
Autor Senioren Nachrichten Constantin von Tilly
Autor von Senioren-Nachrichten.de

Über den Autor:

Constantin von Tilly ist Betriebswirt und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Themen – insbesondere rund um das Alter, Pflege und Vorsorge. Sein Wissen basiert auf fundierten Erfahrungen in der Wirtschaft, dem Gesundheitswesen und rechtlichen Zusammenhängen. Auch persönliche Pflegeerfahrungen im familiären Umfeld fließen in seine Ratgeber ein.

Geboren an der Ostsee, über Stationen in Hamburg und Braunschweig, lebt er heute mit seiner Familie und einem lebhaften Hund in Leipzig. Mit viel Empathie und technischer Affinität schreibt er praxisnahe Inhalte für die Generation 50+.

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